Arztbesuche sind doch echt auch nur noch für nen Schein oder n Rezept gut, hey…

meinen hausarzt besuche ich ja sowieso schon nur noch, um ne krankschreibung abzuholen. um rat fragen scheint mir gar nicht angebracht. der gute ist immer so abgehetzt… selbst ist die frau, also kein problem. oma ist auch firm mit hausmittelchen und homöophatie und da ich eh selten krank bin, kein ding.

nun also die erste „ernstzunehmende“ sportverletzung. also zumindest eine, die ausser gefecht setzt und schmerz verursacht. muss ja nicht operiert werden oder so… trotzdem – extra ausführlich umgehört, um auch nen guten sportarzt zu finden. lange gezögert überhaupt hinzugehen, vorher selbst informiert… rumgedoktert mit homöophatie… nun endlich doch mit resthoffnung zum mann in weiß. nach nem monat!

„ja, also wenn sie jetzt profisportler wären, würden sie ein paar tage diverse lymphdrenagen, massagen etc bekommen und wären im nu wieder fit. sind sie ja aber nicht, profisportler. 3x KG kann ich ihnen anbieten. nur 3x. nicht 6x. ja, auch wenn sie mit den restlichen 3std auch was anfangen könnten. das kostet die kasse 150,-, damit muss man sparsam umgehen! sonst müssen sie nochmal wiederkommen. bisschen massage, die den muskel entspannt. ansonsten haben sie schon alles richtig gemacht, ruhig halten, nicht belasten, wenn was schmerzt. […] eine genaue diagnose gibt es dafür nicht, kann ich nicht sagen.  […] nö, sonst nix weiter – ruhig halten…“

ist ja nicht so, dass ich dafür jeden monat horrende summen in die kasse einzahle?! auf dem zettel steht nun tendinitis. sehnenentzündung. pf. wusste ich selbst. und ich wette, dass der physio mir dreimal mehr dazu sagen kann und sich die zeit nehmen wird, mir das ausführlich während der behandlung zu erklären. nur, dass der sicher nicht mal die hälfte des geldes verdient, was der arzt bekommt und auch noch in seiner behandlungszeit eingeschränkt ist. unser gesundheitssystem ist echt fraglich. und wenn´s nun nicht besser geworden ist, muss ich wieder zu ihm rennen, NUR um noch nen zettel zum physio mitbringen zu können, das ist doch idiotisch.

nagut, er hat mir noch ein rezept für bettungseinlagen in die hand gedrückt, weil ich wohl nen senkfuß habe. nicht doll, aber damit könnte man unterstützen. bei dem orthopädischem schuster kann man dann auch noch ne laufanalyse machen. also die sich nicht nur auf pronation bezieht… das klingt ja schon ganz gut! wenn ich denn dann wieder laufen kann… bald!

eben war ich noch mit chili in der city, die startunterlagen – also das shirt zum kiel-lauf abzuholen. eine lauf-messe übers ganze wochenende rundet das spektakel ab. kann mir ja nicht mal neue laufschuhe kaufen, weil ich sie nicht ausprobieren kann 😛

nagut, genug gejammert! 😀 die sonne lacht und ich will einen der letzten noch bleibenden sommerabende genießen!

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10 Gedanken zu “Arztbesuche sind doch echt auch nur noch für nen Schein oder n Rezept gut, hey…

  1. Hallo, ist die Diagnose Knochenhautentzündung bestätigt und wie genau ist das (wahrscheinlich) entstanden? Habe im Moment auch Probleme mit dem Geläuf und reibe mich und vor allem meine Füße (aber auch Sehnen und Muskeln) etwas auf. Die Aussagen zwischen Hausarzt, Orthopäde und Lauffachmensch beim Sanitärhaus weichen von einander ab. Wie gehst Du vor, was unternimmst Du (außer nicht zu laufen)? LG, Sigi

    1. also die diagnose mit der er mich nun zum physio schickt lautet „tendinitis“, sprich sehnenentzündung. er hat aber meiner meinung nach gar nix feststellen können, sondern nur meine vermutung aufgenommen.

      ich hab die letzten vier wochen nur laufpause eingelegt und globulis genommen. ruta D6 (knochenhautentzündung) und arnika D12 (allg. schmerzen, muskelkater). hatte kein gefühl, ob wärmen oder kühlen angemessen wäre. der arzt meinte, ich könnte mir voltaren-verbände machen, um es zu unterstützen. ansonsten werde ich dann ab FR 3x (!!!) zur KG gehen. tippe auf wadenmassagen. und anschließend vermutlich wieder zum arzt, um mir ein neues rezept zu holen 😛

      ich vermute, dass diese reizung durch überbelastung entstanden ist. ich bin in der woche mittwochs in recht zügigem tempo (pace 05:26) 20km gelaufen und hab darauf schon leichtes ziehen im schienbein. nicht darauf gehört und am sonntag dann 10,5 km volkslauf mit viel steigung (trotzdem pace 04:39). steigung hab ich in meinem normalen trainingsgebiet sonst sehr wenig. schätze, dass es daher kam.

      anschließend / seit dem ging nix mehr. anfangs tat es sogar beim normalen gehen weh. als ich beim gehen keine schmerzen mehr hatte, hab ich versucht zu laufen, aber das tat gleich wieder weh…

      der doc hat jetzt ja einlagen verschrieben. das möchte ich ungern in anspruch nehmen. werde, wenn ich wieder fit bin, ne laufanalyse machen lassen, um mal zu schauen, welche muskelgruppen man kräftigen könnte, um das auszugleichen. die checken dann auch gleich den ganzen körper – knie, hüfte, wirbelsäule, laufbewegung… da ich im nächsten mai nen marathon laufen will, wollte ich das eh mal machen lassen.

  2. @verschmitzt: Läufst du mit der Rückfußtechnik? D.h. setzt du mit der Ferse auf? Stark mit der Ferse, so daß deine Fußspitzen in den Himmel ragen? Mein Vorschlag: Wenn du dabei Schienbeinschmerzen hast, mach einfach mal kürzere Schritte, erhöhe deine Schrittfrequenz, setze deine Füße näher zum Körper und dadurch flacher auf den Boden. Dauerhaft. Auch im Gehen. Das löst das „Beschwerdeproblem“ oft von allein. Ausprobieren kostet nichts, bringt im schlechtesten Fall nichts und im besten Fall bist du deine Schmerzen los. Grüßle und gute Besserung. JDM

    1. danke, sehr interessant! ich laufe und gehe tatsächlich stark über die ferse, mit großen schritten. dafür hab ich ja schließlich die langen beine 😉 es ist allerdings das erste mal, dass ich diese beschwerden habe. kürzere schritte – okay. das werde ich mal probieren. hattest du das gleiche problem?!

      1. Du hast ja auch dein Training intensiviert. Probleme (Beschwerden) treten nach Veränderungen auf (mehr Umfang, mehr Intensität, mehr Frequenz oder alles auf einmal). Nicht oder wesentlich seltener bei dem, was du immer tust. Ja, ich hatte diese Probleme auch mal. Vor langer Zeit. 😉 Schritte verkürzen und Schrittfrequenz erhöhen, hat für mich das Problem erledigt. Vielleicht hilft es dir auch. Gute Besserung und viel Erfolg. Grüßle, JDM

      2. Hört sich logisch an. Und ich hatte auch zuvor schon gedacht, dass es nicht gut sein kann, immer so hart auf die Ferse zu stoßen.

        Beim Gehen hab ich es bereits versucht – fühle mich wie ein Pinguin dabei 😀 Naja, ist halt ungewohnt, ich werde versuchen zukünftig darauf zu achten.

        auf jeden Fall vielen vielen Dank für den Tipp!!!

  3. [LOL] Durch die Gegend zu tippeln, wie ein Pinguin ist das extrem zur anderen Seite. Versuche einfach den goldenen Mittelweg zu finden. Laufe doch mal so wie du sonst läufst und zähle für 15 Sekunden deine Schritte. Die Anzahl deiner Schritte (links und rechts) nimmst du mal vier. Dann hast du deine „alte“ Schrittfrequenz (Schritte pro Minute). Diese Zahl erhöhst du für den Anfang um ca. 5% und gewöhnst dich daran. Wenn du dich daran gewöhnt hast, erhöhst du um weitere ca. 5%. Dann hast du deine „neue“ Schrittfrequenz. Ausnahme: Wenn bei der 5%-Erhöhung immer noch Schmerzen vorhanden sind, erhöhe um ca. 7-10%. Das sollte dir mit großer Wahrscheinlichkeit helfen. Wenn du verletzungsfrei bleiben willst, vermeide krasse Veränderungen in egal welche Richtung. Schrittweise Veränderungen (manchmal in Babyschritten oder Pinguinschritten 😉 ) sind eher von Erfolg gekrönt (und beschwerdefreier) und dauerhafter als abrupte, große Veränderungen. Ich schreibe aus eigener (teilweise schmerzhafter) Erfahrung 😉 Viel Erfolg. Grüßle, JDM

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