chili-willi würstchenkette

ich bin derzeit einfach nur gerade wieder so unglaublich glücklich, dass die kleine chili-maus bei mir ist.

es gibt immer mal wieder zeiten, in denen ich es nicht schaffe, mich so intensiv mit ihr auseinanderzusetzen / zu beschäftigen, wie ich es gern würde. das macht sich deutlich an ihrem verhalten bemerkbar, sie fängt an scheiß zu machen… aber im moment läuft es so toll! sie ist so glücklich über aufmerksamkeit und aufgaben und das ist soo ansteckend und macht einfach nur spaß! letztendlich sind es auch nur die kleinigkeiten, die zählen. beim spaziergang zwischendrin mal ein bisschen mit ihr flitzen, handtouch, eine kleine belohnung für das „bei fuß gehen“ und schon läuft es viel besser.

in zeiten, in denen ich weniger darauf achte, hängt sie mir oft in der leine. das fängt an mich zu nerven, ich werde ärgerlich und das führt letztenendes erst recht dazu, dass es ihr wurscht ist. auch radfahrer sind ja beliebtes jagdobjekt. hinterher, anbellen, anspringen… und nach ein paar tagen intensiven ablenkens inkl. belohnung schaut sie wieder absolut selbstständig zu mir, sobald ein rad auch nur in sichtweite ist.

sie ist so einfach zu konditionieren, dass ich manchmal sehr bedauere mir nicht mehr zeit für sie zu nehmen. vielleicht habe ich glück und mein chef kommt mir in sachen home office oder aber reduzierung meiner arbeitsstunden von 40 auf 30 entgegen. neben sport werde ich die zeit für die kleine maus verwenden. sie hat es verdient, endlich ein richtig schönes leben zu haben.

SAMSUNG am wochenende waren wir zu besuch bei oma und sie konnte sich wieder ordentlich mit askin (hündin von oma) austoben. die beiden wetzen wie die irren und gerade askin kann kaum genug bekommen. chili genießt es, von oma verwöhnt zu werden und nimmt die an jeder ecke abfallenden leckerchen nur allzu dankend an. manchmal bin ich etwas eifersüchtig. anfangs habe ich oma verboten,

sie zu füttern, aber da sie nun auch oft auf sie aufpasst und ich ja froh bin, die möglichkeit zu haben… naja, so lange sie immer noch mit mir nach hause kommt. sie lässt sich nicht gern streicheln von oma. das ist komisch. bei opa hingegen läuft sie ab und an freudig vor. ähnlich wie bei björn, bei dem sie sich ja immer fast umbringt vor freude.

ich hatte gestern abend eine eigenartige situation. es kommt ja nun häufig vor, dass sie sich auf den rücken legt, um gestreichelt zu werden, und kaum hat man angefangen, fängt sie an zu quieken und zieht sich zurück. anfangs habe ich mich immer sehr erschrocken und sie sofort in ruhe gelassen und bin teils sogar weg gegangen. sie muss irgendwelche situationen haben, an die sie sich in solchen momenten erinnert. in letzter zeit bin ich bei ihr geblieben und habe sie vorsichtig weiter gestreichelt und das quieken ignoriert. sie hat sich relativ zügig wieder halbwegs entspannt. das ist gut. ich hoffe, dass sie so vielleicht verinnerlichen kann, dass nichts schlimmes geschieht und sie sich auf dauer sicherer fühlt. nun gestern war es aber nicht das übliche erschrockene quieken, sondern eher ein langgezogenes wimmern. das war das erste mal in dieser form, allerdings empfand ich es als etwas abgeschwächter. ich bin gespannt, wie es weiter geht.

SAMSUNG

auch das geschirr anziehen ist nicht mehr so dramatisch, wie noch vor ein paar monaten. ist sie früher immer weggelaufen, so verbindet sie das ding doch zumindest mal annähernd mit dem folgenden spaziergang. sie kommt zwar nach wie vor sehr zögerlich, aber immerhin selbstständig auf mich zu und steht nicht wie vor dem henkers turm. nach dem überstreifen ist sie einen moment noch leicht verstört, aber auch diese zeit dauert mittlerweile weniger lang an.

es gibt momente, in denen ich mich freue, dass sie mir nun vertraut, aber kurz darauf stelle ich fest, dass sie nach wie vor skeptisch ist. man sagt ja, dass es etwa die gleiche zeit dauert, bis die hunde sich „normalisieren“, so lang wie sie auch im tierheim waren. sie ist jetzt ein jahr bei mir und etwas über ein jahr war sie auch im tierheim. es hat sich sicherlich einiges zum guten getan und verändert, aber da ist noch viel potential… nun hatte sie natürlich auch vor ihrer tierheim zeit unschöne erlebnisse. wer weiß schon genau welche.

ich habe menschen getroffen, die ihre vorbesitzerin kannten. eine alkoholabhängige, die sich ins koma gesoffen hat, woraufhin chili bei ihr gefunden und ins tierheim gebracht wurde. sie sagten, chili wäre heute wesentlich entspannter und hätte früher sogar aggressive züge gehabt und geschnappt! sowas habe ich selbst bei ihr nie erlebt. als ich sie im tierheim kennengelernt habe, war sie natürlich deutlich mehr unter strom und hat viele stressreaktionen gezeigt. das ist heute auch nicht mehr so. selten.

auch die dame, mit der sie aus spanien eingeflogen wurde, habe ich getroffen. sie arbeitet wohl noch immer für diese organisation. chili hat ja nun ein blaues und ein braunes auge und somit ist sie in der kleinstadt bekannt wie ein bunter hund und leicht wieder zu erkennen. alle haben sich gefreut, sie wieder zu sehen. kürzlich trafen wir auch die tierheimleitung am strand – sie war auch ganz glücklich über meinen entspannt am rande schnuppernden hund, der die entgegenkommenden hunde kaum beachtete.

vielleicht sind die ansprüche an die veränderungen manchmal auch zu hoch und man vergisst, wieviel man eigentlich schon geschafft hat. ich bin sicher, dass chili noch um einiges entspannter und sicherer sein könnte, wenn ich sie nicht so viel allein lassen müsste, hoffentlich klappt es mit den gewünschten beruflichen veränderungen… so oder so wird sich sicher über die zeit noch das eine oder andere zum guten wenden!

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