chinesen essen ja auch hunde und katzen?

kürzlich erregten die jungliberalen aufsehen mit dem vorschlag das schlachtverbot für haustiere aufzuheben.

okay, spiegel online ist ne klatschblase, aber den hatte ich grad zur hand:
FDP-Nachwuchs: Jungliberale empören mit Antrag zur Hunde-Schlachtung

ich dachte zunächst es handle sich um einen aprilscherz. aber wir haben gar nicht april. offensichtlich gibt es in deutschland keine wichtigeren themen über die sich die politiker gedanken machen können?

in china essen die ja auch hunde und katzen!

nun hab ich mich gefragt, ob es wohl nicht genug fleisch gibt, was wir hier essen können, oder ob mit der schlachtung die überquellenden tierheime und entsprechende kosten eingespart werden können?

mir erscheint diese idee völlig weltfremd. vor allem zu dieser zeit, wo vegan leben eigentlich fast schon im trend liegt und sich, zumindest wenn man hinhört, immer mehr sich gegen massentierhaltung aussprechen.

ein entfernter bekannter von mir hat sogar ein hausschwein. ob er fleisch isst, weiß ich gar nicht. wäre interessant. ich bin definitiv überzeugt, dass kühe, schweine, schafe, vögel, … eine ähnlich gefühlswelt haben, wie hunde oder katzen. das sind keine dummen tiere! sie reagieren mit freude oder angst, genießen es, von vertrauten berührt oder gestreichelt zu werden…

und wer nun mit einem tier zusammen lebt und ein auge auf dessen bedürfnisse hält, kann nur feststellen, dass sie dem eines menschen zumindest im einfachen grunde ähneln. mein hundekind hat jedenfalls wie ich einen ausgeprägten wunsch nach freiheit, geborgenheit und nähe. und ja, es kann durchaus sein, dass ich scheuklappen trage und sie zu sehr „vermenschliche“ – aber wo genau liegt denn eigentlich die grenze zwischen mensch und tier?

manche menschen benehmen sich nicht besonders „menschlich“, man spricht auch davon, sie benehmen sich wie ein tier.  das bedeutet wohl, dass sie nicht nachdenken, sondern ihren instinkten oder ihren ureigenen niederen bedürfnissen folgen? ungeachtet dessen,  damit jemand anderem schaden zuzufügen. in anbetracht des verfalls unseres bildungssystems haben wir da sicher noch einiges an „sittenverfall“ vor uns.

und so haben tiere – gibt man ihnen den raum – doch ganz menschliche „positive“ instinkte und in manchen dingen vergleichsweise deutlich mehr menschliches an sich. jeder hund, den ich bisher kennengelernt hatte, hatte einen ganz eigenen charakter.

es ist in uns natürlich über die langen jahre stark verankert, so dass tierhaltung in der eigenen nahrungsversorgungskette kaum mehr wegzudenken ist. und letztlich ist es auch in der freien natur so: fressen und gefressen werden. aber doch bitte mit bedacht, respektvoll und nicht über die maßen in völlerei! ja, wir sind die „stärksten“, aber gerade deswegen müssen wir doch achtsam mit dieser vermeindlichen macht umgehen.

wir sind so super weit entwickelt und dabei so weit weg von unserem ureigenen gefühl zur natur, dass wir kaum ein gespür mehr für diese wesen und die kleinen wunder, die sie mit sich bringen haben.

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